INVESTIGATIVER JOURNALISMUS – ZIELE, TECHNIKEN UND SPEZIFISCHE HERAUSFORDERUNGEN

M100 Young European Journalists Workshop
10. – 15. September 2016, Potsdam

(Anreise: 9. September, Abreise: 16. September 2016)


Der M100 Young European Journalists Workshop (M100YEJ) richtet sich an eine junge Generation von Journalistinnen und Journalisten zwischen 18 und 26 Jahren aus ganz Europa. Neben der Vermittlung von praktischem und theoretischem Wissen journalistischer Arbeit ist eine nachhaltige Vernetzung zwischen den Teilnehmern angestrebt.
Schon während des Workshops ist der Austausch zwischen den Teilnehmern ein wichtiger Faktor, da dadurch die seltene Chance gegeben ist, aus erster Hand Lebens- und Arbeitsbedingungen gleichaltriger Kollegen aus vollkommen anderen politischen und gesellschaftlichen Systemen zu bekommen. Das fördert sowohl das Wissen über andere Länder, als auch Demokratieverständnis, Offenheit und Toleranz.
Die Rückmeldungen der Teilnehmer aus früheren Workshops haben ergeben, dass die Veranstaltung durchweg überdurchschnittlich positiv bewertet wird und über 90 Prozent der Teilnehmer auch noch nach Jahren über E-Mail, Facebook oder andere Wege in Kontakt miteinander stehen.

2016 lautet das Thema "Investigative Journalismus - Techniques, Topics, Mission, and specific Challenges". 25 ausgewählte Nachwuchsjournalisten aus  den Ländern der Östlichen Partnerschaft, aus Russland sowie aus allen anderen Ländern des europäischen Kontinents beschäftigen sich fünf Tage lang mit Arbeitstechniken und Methoden der investigativen Recherche, besonders der Korruptions- und Kriegsberichterstattung, Fragetechniken,  Quellenschutz, der Arbeit mit Daten sowie rechtlichen Fragen. Die einzelnen Workshops werden von professionellen Trainern und investigativen Journalisten geleitet.

Der investigative Journalismus ist eine der anspruchsvollsten und schwierigsten journalistischen Formen. Er stellt eine grundlegende Bedingung dar, damit Medien ihre Funktion als Vierte Gewalt zur Kontrolle von Staatsorganen und Wirtschaftskonzernen in Demokratien überhaupt ausüben können. Gerade hat die Veröffentlichung der sogenannten „Panama Papers“ durch ein internationales Netzwerk investigativer Journalisten wieder gezeigt, wie wichtig Journalismus außerhalb des schnelllebigen Tagesgeschäfts ist.
Diese Art des Journalismus erfordert hohe Professionalität, Beharrlichkeit, präzise Recherche, umfassende Hintergrundkenntnisse, solide Kontakte und das Wissen, wie man sich in sozialen Medien wie twitter oder Facebook auf Spurensuche macht.

Die einzelnen Module des Workshops, die von professionellen investigativen Journalisten geleitet werden, beschäftigen sich sowohl mit praktischen Übungen, als auch mit theoretischen Fragen. In Kooperation mit wichtigen Akteuren des investigativen Journalismus werden die Grundlagen und Voraussetzungen für investigatives Arbeiten behandelt, Strategien vermittelt und praktische Übungen durchgeführt.

Neben der Vermittlung von praktischem und theoretischem Wissen journalistischer Arbeit strebt die Veranstaltung eine nachhaltige Vernetzung zwischen den Teilnehmern an. Schon während des Workshops steht der Austausch untereinander im Vordergrund: sie lernen aus erster Hand Lebens- und Arbeitsbedingungen gleichaltriger Kollegen aus vollkommen anderen politischen und gesellschaftlichen Systemen kennen. M100 fördert nicht nur interkulturelle Kompetenz, sondern auch Demokratieverständnis, Offenheit und Toleranz.

Der Workshop findet in englischer Sprache statt. Zum Bewerbungsaufruf bitte hier klicken.

Abschluss des M100YEJ bildet die Teilnahme an der internationalen Medienkonferenz M100 Sanssouci Colloquium, an der rund 60 hochrangige Vertreter aus Politik, Wissenschaft, Medien sowie relevanten Unternehmen und Institutionen unter dem Titel „KRIEG ODER FRIEDEN“ über die Perspektiven eines freiheitlichen, demokratischen Europas zwischen Terrorgefahr, Rechtsruck, Renationalisierung, Flüchtlingsströmen, Überwachungswahn und politischem Kontrollverlust diskutieren.

Durch den seit 2005 stattfindenden M100 YEJ hat sich ein enges Netzwerk junger Journalistinnen und Journalisten aus ganz Europa gebildet, von denen bis heute ein großer Teil über Facebook und andere soziale Netzwerke miteinander verbunden ist. Viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben nach den Workshops gemeinsame, grenzüberschreitende Projekte realisiert, seien es Blogs, Plattformen, Filme oder Reportagen, einige wurden preisgekrönt. Auch die Organisatoren von M100 sind bestrebt, mit möglichst vielen Teilnehmerinnen und Teilnehmern langfristig und nachhaltig in Verbindung zu bleiben und sie durch Kontakte und Empfehlungen zu unterstützen.

 

Der M100 YEJ ist eine Initiative der Landeshauptstadt Potsdam und des Vereins Potsdam Media International e.V. Er wird in diesem Jahr gefördert vom Auswärtigen Amt und vom National Endowment for Democracy,  Washington.
Der Workshop findet statt in Kooperation mit Correct!v, Netzwerk Recherche, dem ICIJ und dem OCCRP.
Weitere Kooperationspartner sind European Youth Press; Medieninnovationszentrum MIZ; Vereinigung Europäischer Journalisten VEJ; Ukrainian Crisis Media Center; Belarus Association of Journalists;  Association of Young Journalists, Armenien; Hetq - Association of Investigative Journalists, Armenien; Association of Young Journalists Armenien; Young Journalist Center, Republik Moldau; Georgian Charter of Journalistic Ethics und Radio Free Liberty RFL/RL.

 

  • 01_M100YEJ_2016.jpg
  • 02_M100YEJ_2016.jpg
  • 03_M100YEJ_2016.jpg
  • 04_M100YEJ_2016.jpg
  • 05_M100YEJ_2016.jpg
  • 06_M100YEJ_2016.jpg
  • 08_M100YEJ_2016.jpg
  • 09_M100YEJ_2016.jpg
  • 10_M100YEJ_2016.jpg
  • 11_M100YEJ_2016.jpg
  • 12_M100YEJ_2016.jpg
  • 14_M100YEJ_2016-2.jpg
  • 14_M100YEJ_2016.jpg
  • 14_Radu.jpg
  • 15_M100YEJ_2016.jpg
  • 16_M100YEJ_2016.jpg
  • 17_M100YEJ_2016.jpg
  • 18_M100YEJ_2016.jpg
  • 19_M100YEJ_2016.jpg
  • 20_Logobanner.jpg

M100 Young European Journalists Workshop

INVESTIGATIVE JOURNALISM – PURPOSES, TECHNIQUES, AND SPECIFIC CHALLENGES

September 10 – 15, 2016, Potsdam, Germany

portraet_weidenfeld

 

The M100 YEJ 2016 was supported by the Federal Foreign Ministry, the NED - National Endowment for Democracy, the Association of European Journalists (VEJ), OCCRP, Netzwerk Recherche, Correct!v, ICIJ, EYP, Sourcefabric and the Medieninnovationszentrum Babelsberg (MIZ). The video is produced by Heyfilm.